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Diesel

Eine Thematik, die mittlerweile sehr kontroverse Diskussionen ausgelöst hat und daher nicht leicht zu analysieren ist. Viele Emotionen lassen teilweise die Sicht auf die Fakten verschwimmen.
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Nebelschlussleuchte

Leider sieht man immer wieder Fahrzeuge, die mit eingeschalteter Nebelschlussleuchte auch bei Sichtweiten weit über 50 Meter umherfahren.
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E-Mobilität

Ein komplett auf E-Autos umgestellter Verkehr würde den Energiebedarf um 102 Mrd. kWh auf 749 Mrd. kWh erhöhen.
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Diesel

Eine Thematik, die mittlerweile sehr kontroverse Diskussionen ausgelöst hat und daher nicht leicht zu kommentieren ist. Sehr viel Emotion lässt teilweise die Sicht auf die Fakten verschwimmen.
Vorgeschriebene Prüfmethoden dienen der Sicherstellung vereinheitlichter Prüfbedingungen. Ohne diese Regularien wären gleiche Prüfbedingungen auch nicht zu erreichen. Hier liegt auch nicht der Fehler. Schwachpunkte sind die ganzen Ausnahmen, denn die Fahrzeuge sind und dürfen auch für diesen Prüfzyklus optimiert sein. Das legitimiert natürlich keine Maßnahmen zur Grenzwertbestimmung, die letztlich keinerlei Bezug mehr zum Regelbetrieb eines Fahrzeuges haben.
Alle diese Praktiken sind aber jahrzehntelang von den Aufsichtsbehörden hingenommen worden, obwohl es Warnungen gegeben hat. Hätte man hier näher hingeschaut, dann wäre diese Mauschelei wahrscheinlich gar nicht erst entstanden.
Dieser Wahn ist aber wieder einmal typisch. Da gibt es diejenigen, die ultimative Lösung parat haben und hierbei die doch beträchtliche Komplexität der Sachlage ausblenden. Das beflügelt den Aktionismus und wird in keinster Weise zur Lösung der Problematik beitragen. Hier gibt es ja auch schon viele Beispiele aus anderen Bereichen, die im Nachhinein letztendlich nur hohe Kosten für den Verbraucher mit sich brachten, den eigentlichen Zweck jedoch weit verfehlt haben. So wird es auch beim Diesel kommen, dabei sind diese Fahrzeuge nur durch den hohen NOX- Ausstoß nachteilhaft, der sich jedoch leicht reduzieren ließe, wenn man es nur machen würde. Hinsichtlich CO2 und Verbrauch sind Dieselfahrzeuge weit im Vorteil, was jedoch niemanden zu interessieren scheint. Man hat den Übeltäter ausgemacht und das Nachdenken verboten.

Nebelschlussleuchte

Leider sieht man immer wieder Fahrzeuge, die mit eingeschalteter Nebelschlussleuchte auch bei Sichtweiten weit über 50 Meter umherfahren. Das ist besonders für die nachfolgenden Fahrzeugführer behindernd, denn sie werden durch eine Nebelschlussleuchte stark geblendet. Deshalb darf die Nebelschlussleuchte laut §17 StVO erst bei einer Sicht von unter 50 Metern eingeschaltet werden. Zusätzlich muss die Geschwindigkeit reduziert werden, da ja die Sicht stark eingeschränkt ist. Also liebe Nebelschlusslicht-Dauernutzer, wenn man mit 120 und eingeschalteter Nebelschlussleuchte durch den Regen fährt, dann passt da etwas nicht zusammen. Eigentlich leicht zu merken, wenn man noch was merkt.

E-Mobilität nachgerechnet

Ein komplett auf E-Autos umgestellter Verkehr würde den Energiebedarf um 102 Mrd. kWh auf 749 Mrd. kWh erhöhen. Das hört sich erst einmal machbar an. Die noch zu klärende Frage ist, ob der gesamte PKW-Verkehr wirklich umstellbar ist? Aus Sicht der Grünen gar kein Problem. Doch wie sehen die Fakten aus? Nicht betrachtet, aber essentiell wichtig, ist die Bereitstellung der Energie. Wie kommt die Energie in die Batterie?

Schaut man in ein Parkhaus z.B. am Flugplatz, dann stehen dort tausende Fahrzeuge. Es gibt aber meist nur ca. 10 Ladestationen. Auch E-Autos kann man überall abstellen, aber können sie auch geladen werden? Nicht jeder Stellplatz hat eine Ladestation. Sicherlich lassen sich die Fahrzeuge in der eigenen Garage laden, aber genau hier entsteht ein logistisches Problem. Nicht jeder hat eine eigene Garage. Was ist mit den Fahrzeugen, die in den Städten und Ortschaften auf öffentlichen Stellplätzen und am Straßenrand stehen? Könnten die an ihrem Standort geladen werden? Natürlich nicht, es gibt nicht für jeden möglichen Stellplatz eine Ladestation. Und genau hier entsteht das Problem. Es wird technisch problematisch sein, 45 Mio. Fahrzeuge stetig wieder aufzuladen. Die Lösung der Industrie sind höhere Batteriekapazitäten und schnellere Ladezeiten, um die Reichweite zu erhöhen und die Ladezeiten zu verkürzen.

Tesla betreibt ein Netz sogenannter Supercharger (Schnellladestation), um die Versorgung der Flotte auf Langstrecken zu ermöglichen. Diese Schnelllader haben eine Ladeleistung von 135kW. Ein normaler Hausanschluss hat in der Regel 43kW. Auch da kann ein Tesla aufgeladen werden, aber eben nicht per Schnellladung. Stellt man sich jetzt vor, in einem Hotel stehen zwei Tesla an Schnellladern und das Hotel hat einen Niederspannungsanschluss (100kVA), dann wird es eng. Die weitere Lösung der Industrie sollen Ladestationen mit 150kW sein. Das hört sich genial an. Nur, wo werden die angeschlossen? Wenn man dann zwei Fahrzeuge parallel aufladen möchte, sind es schon 300kW.

Und jetzt schauen wir wieder ins Parkhaus am Flugplatz. Flughafen Hamburg 11000 Stellplätze, 10% der Fahrzeuge werden gleichzeitig geladen, also 1000 Fahrzeuge laden am Superlader mit 150kW. Macht 150000 kW. Das sind 150MW. Ein 10kV Mittelspannungsanschluss hat 1MW. Kein Parkhaus besitzt einen 10KV Mittelspannungsanschluss und bräuchte einen Hochspannungsanschluss. Eine völlige Umstellung auf 100% E-Mobilität wird nicht funktionieren, da man die ganzen Fahrzeuge gar nicht mehr aufladen kann. Die Kosten für eine derartige Infrastruktur wären astronomisch. 100% E-Mobilität bleibt erst einmal ein Traum.

Aktuell gibt es gerade in Norwegen diese Probleme. Dort sind sehr viele E-Autos verkauft worden und jetzt stellt sich die oben beschriebene Problematik bereits ein. Das schließt nicht aus, dass für Kurzstrecken zwischen Arbeitgeber und Wohnort oder Wohnort und Einkaufszentrum E-Fahrzeugen eine Alternative sind.

 

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